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Moniga del Garda - Sirmione

 Moniga del Garda liegt, wie der Name schon vermuten lässt am Lago di Garda, nicht weit von Desenzano.

 

Wir sind wieder auf einem Campingplatz, Camping Fontanelle, ein schön angelegter, terrassierter Platz mit großzügigen Stellplätzen, die mir weder Probleme beim Einparken noch beim Wieder-wegfahren machen. Um uns herum sind Olivenbäume und Lorbeerbüsche, vor uns der See.

 

Einen Pool gibt es auch, der zu meiner Freude aber schon geschlossen ist. Warum sollte ich mich auch an einem Pool langweilen, wenn ich doch unten am See sein kann? Das werde ich wohl nie verstehen.

 

Der Ort ist klein, mit einer Burg, einigen Lokalen und Eisdielen ausgestattet. Aber als Ausgangspunkt für Ausflüge ist er gut geeignet, hat er doch einen kleinen Hafen, an dem mehrfach am Tag Schiffe anlegen.

 

 

Sirmione

 

Wir haben das Schiff genutzt, um Sirmione zu besuchen. 

Der Ort ist ein wahrer Touristen-Magnet. Warum tue ich mir und den Kindern das an? 

Weil ich von einem schönen, wenig genutzten Spaziergang um die Halbinsel herum und von einer warmen Quelle gelesen habe, die in den See fließt. Dort sind kleine, mit Steinen gelegte Badestellen, in denen man im heißen Wasser entspannen kann. Beides wollte ich mit den Kindern erleben.

 

Mit dem Schiff nach Sirmione zu fahren, ist eine schöne Art, dort anzukommen. 

 Vom Hafen läuft man direkt in die Altstadt - und in das Getümmel. 

Zuerst waren wir kurz bei der Burg. Große Besichtigungen sind jedoch mehr Stress als Freude, deshalb begnügten wir uns damit, sie von außen anzuschauen.

 

Um den vielen Menschen und den Souvenirläden zu entkommen, folgten wir gleich dem Aussichtsweg. Vorbei am meist fotografierten Haus in Sirmione, Richtung Therme und dann in den Parco Maria Callas führte uns unser Weg. Dort blieben wir erst einmal, um ein freches Eichhörnchen zu beobachten, Rosskastanien zu sammeln, die dort zuhauf herumlagen, und auf der Insel anzukommen.

 

Kastanien haben eine seltene Gabe. Sobald man sie am Boden liegen sieht, muss man sie bemerken, sich nach ihnen bücken und eine aufheben, um ihre schöne glatte Oberfläche zu fühlen. Es gibt kaum jemand, der daran vorbeikommt, ohne danach nicht eine in der Hand oder in der Tasche zu haben. Ein Mann ließ sie sich sogar von seiner Frau aufheben, weil er sich nicht mehr so gut bücken konnte. Und schwups, verschwand sie in seiner Hosentasche.

 

Nach dem Park sollte man zur heißen Quelle kommen, auf die ich mich schon den ganzen Morgen gefreut hatte. Allerdings war der Platz weder schwer zu finden noch menschenleer. Ganz im Gegenteil. Der Aussichtsweg führt direkt an der Quelle vorbei und mit ihm der Besucherstrom, der ungläubig schaute, mit den Füßen im heißen Wasser herumplanschte und fotografierte.

Nun war auch noch Sonntag und die Einheimischen nutzten ihren freien Tag, um sich in dem warmen Wasser zu entspannen. Ein Plätzchen war noch frei, dort legten wir uns dazu.

 

Das Wasser ist sehr heiß, und riecht nach Schwefel. Erst dort, wo es sich mit Seewasser vermischt, kann man wirklich liegen, ansonsten ist es viel zu heiß. Trotz der vielen Menschen konnte ich mich wunderbar entspannen, und mit mir viele andere. 

 

Nach dem Baden machten wir uns auf zur Halbinsel-Umrundung. Der Weg führt die ganze Zeit am Wasser entlang. Auf jedem Steg liegen die Menschen und wechseln sich ab zwischen sonnen und baden.

 

Auch auf den Steinplatten, die später den Strand bilden, liegen die Menschen und genießen den Spätsommer, der hier noch sehr warm ausfällt. Bei der Jamaica-Bar machten wir Rast, aßen, lagen in der Sonne und badeten.

Nach der Jamaica-Bar wurde es ruhig und tatsächlich fast verlassen. Nur noch vereinzelte Menschen lagen in den kleinen Buchten. Das es solche Orte noch gibt, an einem Platz wie diesem, der nur so brummt vor Besuchern, ist wundervoll.

Nach diesem Ausflug wieder in der Altstadt anzukommen, ist wie ein Schlag ins Gesicht. Alles ist zuviel. Zu viele Menschen, zuviel Lärm, zu viele Angebote, zu viele Eisdielen.

Wir schafften es bis zum Hafen, wo wir das nächste Schiff zurück nach Moniga del Garda nahmen, um dort – in aller Ruhe – ein Eis zu essen.

 



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Kommentare: 4
  • #1

    annessa (Donnerstag, 29 September 2016 14:01)

    Hallo ihr Lieben,
    habe gerade realisiert, dass ihr fast an unserem letztjährigen Garda-Ziel gewesen seid. Wir waren in Manerba!
    Liebe Grüße

  • #2

    Irene (Donnerstag, 29 September 2016 14:15)

    @annessa

    Hallo zurück Du Liebe,
    an Manerba sind wir mit dem Schiff vorbei gefahren.
    Sehr malerisch sah es dort aus.

    Liebe Grüße, Irene

  • #3

    Martha (Samstag, 01 Oktober 2016 10:41)

    das macht Lust aufs Reisen! Tolle Bilder und schöne Geschichten. Ich wünsche euch weiterhin viel viel Freude . Danke für das Schicken des Links.
    Alles Gute Martha

  • #4

    Irene (Samstag, 01 Oktober 2016 17:44)

    @Martha
    Schön von Euch zu hören. Lasst es Euch gutgehen!